Äpfel-, Birnen- und Kirschenbäume

DIE ZEIT BIS ZUR GRÜNDUNG

Unter dem Druck der Platznot in seinen Privaträumen und gestärkt durch seine verschworene Theatergruppe wurde Stefan Rüter wohl inspiriert, in seinem Gemüse und Obstbaumgarten unter den dicken Eichen eine Freilichtbühne zu gründen.

Auf seine ganz besondere Art teilte er uns seine Ideen mit, seine Augen strahlten, er sah schon die Bühne bespielt mit Pferden, Schafen und Kühen, er hörte das Vogelgezwitscher an den Bäumen, dort eine Blaskapelle, dort die Zuschauer, viele hundert. Wir waren begeistert. Die Idee ward eine beschlossene Sache. Eine Konzeption wurde erarbeitet, ein Stück ausgesucht, die Bühnenfläche und der Zuschauerraum abgesteckt. Der jetzige Parkplatz war eine Wiese. Zwischen dieser und der Wiese Brinks führte ein schmaler Weg zum Schulhof. An der linken Seite dieses Schulhofes stand das einklassige Schulgebäude mit der Lehrerwohnung.

In dem jetzt noch stehenden Hexenhäuschen waren die Toiletten, Plums-Klosett´s versteht sich und der Geräteschuppen untergebracht. Das jetzige Gelände, die bepflanzte Insel bis zum Bühnenheim, war Ackerfläche. Links vom Schulgebäude war der Gemüsegarten. Der Zuschauerraum und die Fläche, auf der das Bühnenheim steht, waren eine Obstbaumwiese mit mehr oder weniger gepflegtem Rasen und einer Menge wunderschöner Äpfel-, Birnen- und Kirschenbäume; der ganze Stolz der Lehrerfamilie schon seit Generationen. Aber von einer Bühne zu sprechen? Na ja! Es gab lediglich unter den Eichen eine Fläche von ca. 25 m2 die etwa 25-30 cm höher lag. Der Zuschauerraum und die Bühnenfläche lagen auf dem Höhenniveau - heute der Streifen zwischen Zuschauerraum und Bühne, also alles Flach.

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